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WIEVIEL SCOOTER BRAUCHT DIE MARKRANSTÄDTER HUNDEWELT?

 
 
Während mein Zweibeiner die anderen Seiten zu den Themen "Hund und Zweirand" ganz schnell und ungefragt für sich selber vereinnahmt hat, war ich hier und jetzt schneller. Also zeige ich, wie ICH die Sache hier und jetzt sehe...
Der Scooter löste also im November 2013 bei mir und meinem Zweibeiner das Tourenrad ab – aus der Bike-Joering-Sportlerin Frieda wurde die Dog-Scootering-Sportlerin Frieda. Ich bin also nicht mehr am Vortrieb eines Fahrrades beteiligt, sondern spanne einem Dog-Scooter vor.
Nach der finalen Scootermontage durch meinen Zweibeiner und den ersten Fahrversuchen kann ich sagen, dass die Sachen ungeheuren Spaß macht.
Aber der Reihe nach...
 
Zuerst hat da mein Zweibeiner das Wort in Sachen "Kauf über's Internet":
Zum Kauf eines Scooters muss man sich in Deutschland in den meisten Fällen des Internets bedienen. Ich entschied mich für einen auf Tretroller spezialisierten Internet-Shop mit Ladengeschäft in Nordwestdeutschland. Eigentlich gute Voraussetzungen... Der Preis war attraktiv und der Roller sollte laut der Website des Händlers innerhalb von 2 bis 3 Tagen geliefert werden... (Ein nachträglicher Vergleich mit dem Kleingedruckten (AGB) zeigte da schon mal Differenzen - in den AGB werden 3 bis 5 Werktage für die Lieferung genannt. Genau genommen ist das vorsätzlicher Betrug...)
Wie häufig bei Internetgeschäften blieb es beim "sollte" funktionieren: Bestellt habe ich an einem Freitag und die Zahlung ging auch noch am gleichen Tag beim Händler ein. Yedoo-Scooter werden genau so wie die "Kostkas" in Tschechien gefertigt.
Immer dann, wenn es um Geschäfte mit Vorkasse geht, ist man bezüglich der Lieferzeiten besonders "schmerzempfindlich". Das habe ich der Mitarbeiterin am Telefon auch schon mal mit freundlichen Worten unmissverständlich klar gemacht. Sie wollte sich zumindest bemühen, das Geschäft nun zeitnah zu Ende zu bringen. Über die Rechtschreibung in ihrer e-mail diskutieren wir besser nicht...

Leider haben sich meine Vorbehalte gegen Internetgeschäfte wieder bestätigt. Ich will nicht behaupten, dass der Händler ein schwarzes Schaf ist - aber eben doch zumindest ein unfähiges oder bockiges weißes Schaf...

Mal die Chronologie:
15.11. - bestellt und bezahlt. lt. Website Lieferzeit 2 bis 3 Tage.
20.11. (5. Kalendertag / 4. Werktag) - e-mail vom Händler: Farbe aufgrund Software-Fehler auf Händler-Website nicht lieferbar. Rechtschreibung der Mitarbeiterin des Händlers ein klein wenig verbesserungsbedürftig...
20.11. Telefonat mit Händler. Sofort lieferbare Farbe vereinbart. Händler verspricht Versand beim Hersteller in Tschechien noch am 20.11. - Versandnummer zur Sendungsverfolgung soll am 21.11. per e-mail kommen.
21.11. (6. Kalendertag / 5. Werktag) - nicht die e-mail mit der Nummer zur Sendungsverfolgung kommt, sondern eine e-mail vom Händler "Wir hoffen, dass Ihr Paket zügig und unversehrt angekommen ist. Wir würden uns freuen, wenn Sie sich einen Augenblick Zeit nehmen und Ihren Einkauf bei uns bewerten." Blutdruck >99... und telefonische Kritik gegenüber des Händlers. Lieferzeit auf der Website nunmehr auf 3 bis 5 WERKtage korregiert.
25..11. (10. Kalendertag / 8. Werktag) - noch immer keine e-mail mit der Nr. für die Sendungsverfolgung. Per e-mail und telefonisch angemahnt. 12:53 dann die Nummer per e-mail: Ware am 22.11. abends (freitags) versendet. Aufgrund des von Händler gewählten "Classic"-Versands Beförderung erst am darauffolgenden Montag - Wiedergutmachung gegenüber dem bereits verschnupften Kunden war dem Händler keinen Euro mehr und damit kein höherwertiges DPD-Produkt wert.
25.11. 16:32: Ware in Deutschland (Nürnberg) zum Umladen...
26.11. Geliefert.
An allen Verzögerungen war natürlich nicht der Händler in Deutschland schuld - warum auch? - es sind doch immer die Anderen...
NEIN - NIE WIEDER DIESER HÄNDLER - OHNE WENN UND ABER. DIE KÖNNEN ES NICHT, SIND NICHT KRITIKFÄHIG UND DESHALB SIND IMMER DIE ANDEREN SCHULD!
 
Das Roller-Paket ist da. Nicht wie im Onlinehandel versprochen nach 3 Tagen, sondern erst nach 11. Und dass 11> 3 ist, weiß sogar ich...
 
Der Scooter wird vom Paketdienst in einer großen Kiste gebracht, wird also teilmontiert geliefert. Vor der ersten Probefahrt steht erst einmal "Schrauben" an. Die Erklärung, wie man den Roller zusammenbauen muss, ist nicht so sehr umfangreich, aber das bekommt man schon auch so hin.
 
Yedoo Mezeq. Alles was zum Lieferumfang gehört, ist dran.
 
Und mein Zweibeiner hat auch gleich noch die zusätzlichen Dinge angebaut, von denen ich jetzt hier berichten werde...
 
Und hier mit (fast) all den Dingen, die nach Meinung meines Zweibeiners dran gehören...
 
Als eigentlich Allererstes müsste mein leibliches Wohl während des Zughundesports sicher gestellt werden - was nichts anderes bedeutet, als das an den Roller eine Halterung für die hündische Trinkflasche dran muss...
 
November heißt nicht nur „nicht zu heiß für's Biken“, sondern es ist quasi so was wie Polarnacht in Deutschland. Zumindest für diejenigen, die tagsüber arbeiten müssen, erfolgen die „freizeitlichen Aktivitäten“ wochentags fast ausschließlich in der Dunkelheit.
Das heißt also auch, dass im Dunkeln „gescootert“ wird.
 
Dann ist z.B. nicht mal eine Sirene oder Glocke dran, mit der Zweibeiner mit oder ohne viel zu langsamen Hunden von der Straße befohlen werden können, wenn ich in voller Fahrt an ihnen vorbeieilen möchte...
Also gehört da eine Fahrradklingel dran - und die sollte auch ordentlich zu hören sein sein. Nicht so ein Ding, dass nur mal "pling" macht, sondern eben eine richtige Fahrradklingel.
Mein Zweibeiner hat beruflich viel mit Anlagensicherheit zu tun hat und da das offenbar auch etwas auf ihn als „privaten Hundehalter“ abgefärbt hat, hat er sich die Frage gestellt, wie man das Scooter-Fahren in der Dunkelheit ausreichend sicher machen kann. (Er erzählt, dass er auf seiner Arbeit in Kessel kriecht und dort nach dem Rechten schaut. Komisch - in unseren Heizkessel zu Hause passe nicht mal ich rein. Die Dinger da müssten wirklich viel, viel größer sein, wenn er da reinpassen soll.)
Ich dachte immer, dass es reicht, wenn ich ein beleuchtetes Halsband trage - aber dem ist offenbar nicht so. Nicht dass "mein Oller" ein Angsthase ist, aber Sprüche wie „no risc, no fun“, liebt er nicht sonderlich.
O.k. - meine Zugleine ist ganz schwarz hätte da gerne ein paar blinkende LEDs dran...
 
Und der Scooter selbst? Serienmäßige Beleuchtung - nicht dran.
Aha - wenn mit Zweibeinern in der Dunkelheit gefahren wird, braucht es also Licht. Schließlich können sich Menschen nicht mir der Nase orientieren. Mein Zweibeiner hat da vorne an den Lenker so eine LED-Lampe mit Blinkfunktion geschraubt..

 

Hinten ist es richtig schwierig – dort soll das mit dem „gesehen werden“ am Wichtigsten sein. Es soll daran liegen, dass durch das kleine Hinterrad das „Heck“ des Scooters ungeheuer niedrig ist. Tiefliegend Rückleuchten sind aber - so behauptet das mein Zweibeiner - ziemlich schlecht zu sehen…
Mein Zweibeiner hat da gebrabbelt, dass Scooter nicht der StVO bzw. StVZO unterliegen sollen - was auch immer das heißen soll. Rein theoretisch sagt mir mein hündischer Sachverstand, dass man da also auch Leuchten verbauen kann, die nicht StVZO-gerecht sind (klingt ja fast so, als dürfe man ungestraft einem Pointer solche kleinen Faltenhund-Ohren annähen).
Ja - ist so. Anders als für Fahrräder gilt die StVZO für Roller nicht. Da gibt es für die Absicherung von Gefahrenstellen LED-Warnleuchten in verschiedenen Farben mit Magnethalterung. Wer also regelmäßig so eine nicht ganz ungefährliche Stelle passieren muss, für den kann so ein "Powerblitz" schon Sinn machen...
Für unseren Scooter hat mein Zweibeiner auf einfache Weise ein LED-Rücklicht mit Hilfe einer alten Autoantenne etwas höher angebracht.
 
Zu den Sicherheitssachen gehören dann aber auch noch die "Verbindung von Hund und Scooter" und die Ausrüstung des Zweibeiners.
Beim Thema "Verbindung von Hund und Scooter" geht es um die Verwendung einer gut gedämpften Zugleine. Das ist zur Vermeidung von Verletzungen bei Hund genau so ein unumstößliches Muss wie ein richtig gutes Zuggeschirr. Und eine gut funktionierende Bike-Antenne muss auch sein. (Bike-Antenne selber gebaut)
Also liebe Leser - klar ist dieses Hundesportzeugs (wie alle Hobbyartikel) teuer. Aber denkt auch mal dran, was für Rechnungen der Tierarzt schreibt...
Ein Zweibeiner sollte eigentlich selbst wissen, wie er seinen Körper beim Dog-Scootern schützen muss. Ich schreib's trotzdem nochmal auf - vielleicht oder gerade für die ignoranten und unbedachten Zweibeiner: Fahrradhelm, Handschuhe (auch im Sommer), zumindest halbwegs feste Schuhe. Und natürlich gut sichtbare Bekleidung - z.B. so 'ne Warnweste aus dem Auto oder vielleicht auch eine Jacke mit Warnfarbe... (o.k. - so eine Sicherheitsweste sieht ziemlich "uncool" oder "orthopädisch" aus - aber ein Gipsarm sieht noch viel mehr Sch... aus)
 
Mein Zweibeiner hat mir erklärt, dass das bisher die Dinge waren, die unbedingt sein müssen. Dann gibt es da aber noch Dinge, die das Scootern einfach angenehmer oder interessanter machen:
Die Scooter haben keine Schutzbleche. Das ist bei den Yedoos nicht anders. Natürlich kann der Zweibeiner "hart sein" und den herumfliegenden und sich auf den Sachen ablagernden Dreck einfach ignorieren, aber wie lange die Zweibeinerin das toleriert, steht auf einem anderen Blatt. Auf jeden Fall gibt es für den Yedoo Mezeq Schutzbleche - allerdings nur beim "preisgünstigen" Yedoo-Fachhändler. Und vielleicht passt ja auch was aus dem Zweirad-Supermarkt (z.B. Stadler).
Die Aufstellung, was der Scooter fahrbereit mit dem notwendigen Zubehör gekostet hat, überlasse ich mal besser meinem Zweibeiner:
1. Der Scooter selbst >>> 215,00€ incl. 15,00€ Neukundenrabett und incl. Versandkosten (Roller in City-Ausführung mit Scheibenbremse) - o.k. "und vielleicht 3 zusätzliche graue Haare wegen der verzögerten Lieferung..."
2. Das Sicherheitszeugs (Beleuchtung, Klingel usw.) ca. 20€
3. Materialkosten für die Bike-Antennen rund 5€
4. Schlittenhund-Geschirr (65€) und die Zugleine rund 25€ (beides schon vom Fahrrad vorhanden gewesen.
Macht zusammen also rund 330€ für die Grundausstattung...
Schutzbleche gibt es im INet für 25€ - allerdings passen die nur bei Beibehaltung der 1,75-er Serienbereifung.
 
Was sicher viele interessiert ist natürlich, wie sich der Roller fährt. Dazu übergebe ich das Wort am Besten an meinen Zweibeiner, denn schließlich fährt er ja das Gerät und ich bin nur das Traktionsmittel...
Es ist wohl mindestens 40 Jahre her, als ich letztmalig auf einem Tretroller gestanden habe...
 
 
Und noch ein Thema, dass sich nicht nur meinem Zweibeiner allerhand Kopfschmerzen bereitet hat. Es geht um den Transport des Scooters im, auf dem, am oder hinter dem Auto. Ich lass das besser meiner Zweibeiner gleich selbst schreiben...
Wie das so ist - der Roller soll mit in den Urlaub oder einfach nur am Wochenende paar Kilometer raus an einen See, wo es sich gut scootern lässt. Vor dem ersten Versuch ist man davon überzeugt, dass das alles kein Problem sei - man nutzt einfach den vorhandenen Fahrradträger. Aber: Der passt nicht so richtig - insbesondere das Befestigen mit der Klemme am Rahmenrohr will nicht wirklich sicher gelingen - weil Fahrräder und Scooter völlig andere Proportionen haben..
Bei uns erfolgt der Zweiradtransport wie HIER beschrieben, anfangs auf einem PKW-Anhänger mit 3 auf dem Deckel montierten Dachfahrradträgern und nun in einem neuen Anhänger mit Hochplane....
 
 
 
 
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©2013 Burkhardt Köhler